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Beim Bundesfinanzhof sind elf Senate mit jeweils einem Vorsitzenden Richter (einer Vorsitzenden Richterin) am Bundesfinanzhof und vier oder fünf Richtern (Richterinnen) am Bundesfinanzhof tätig. Die Zahl der Richterinnen und Richter beträgt insgesamt 60.

Die Richterinnen und Richter am Bundesfinanzhof sind - wie alle Richterinnen und Richter in der Bundesrepublik Deutschland - nach dem Deutschen Richtergesetz unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. Die zum Bundesfinanzhof gewählten und ernannten Richterinnen und Richter können deshalb weder - wie die Inhaber eines Regierungs- oder anderen politischen Amtes - abberufen noch - wie Beamtinnen und Beamte - im dienstlichen Interesse ohne Zustimmung in ein anderes Amt versetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist außerdem, dass die Richterinnen und Richter keinerlei dienstlichen Weisungen über die Art der Wahrnehmung ihrer richterlichen Aufgaben unterliegen.

Die Senate des Bundesfinanzhofs entscheiden in der Besetzung von fünf Mitgliedern (Vorsitzende bzw. Vorsitzender und vier weitere Mitglieder), bei Beschlüssen außerhalb der mündlichen Verhandlung in der Besetzung von drei Mitgliedern. In besonderen Fällen, vor allem wenn ein Senat von der Entscheidung eines anderen Senats des Bundesfinanzhofs abweichen will, fällt der Große Senat mit elf Mitgliedern eine verbindliche Entscheidung.

Die Zuständigkeit der einzelnen Senate und deren Besetzung mit Richterinnen und Richtern ist durch den jährlichen Geschäftsverteilungsplan des Gerichts festgelegt.